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Von der Berufsorientierung zur Berufsentscheidung

Jugendlichen bieten sich heute so viele unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten nach einem Schulabschluss, dass aus Orientierung oft Verwirrung wird.

Noch bevor sie den Schulabschluss in der Tasche haben, müssen sich Schülerinnen und Schüler heute der Überlegung stellen, wie es beispielsweise nach der Mittleren Reife weitergehen soll. Soll es der Besuch einer weiterführenden Schule oder ein Ausbildungsberuf sein und wenn ja, welche Schule bzw. welcher Beruf kommt in Frage? Soll es eine gewerblich-technische, eine hauswirtschaftliche, eine landwirtschaftliche, eine sozialpflegerische oder eine kaufmännische Schule sein. Soll die allgemeine Hochschulreife über ein dreijähriges berufliches Gymnasium oder die Fachhochschulreife über ein zweijähriges Berufskolleg abgelegt werden und worin liegt hier eigentlich genau der Unterschied. Oder soll doch einer der über 330 anerkannten Ausbildungsberufe angestrebt werden? Und was genau bedeutet eigentlich duale Ausbildung? Ein weites Feld der Möglichkeiten bietet sich den Schülerinnen und Schülern. Hierin sollen sie sich zunächst orientieren, um dann im nächsten Schritt eine Entscheidung zu fällen, die das weitere Leben entscheidend prägt.

Für viele Schüler stellt diese Entscheidung eine unüberwindbare Hürde dar.
Die gute Nachricht ist, dass den Schülerinnen und Schülern hier professionelle Unterstützung angeboten wird. An den Schulen im Schulamtsbereich Böblingen ist die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf den Übergang in die Berufswelt fester Bestandteil des Unterrichts. In enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit zeigen Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen auf, welche Möglichkeiten sich den Schülern nach dem Schulabschluss bieten. Neben Berufserkundungen, Besuchen von Berufsmessen und Praktika werden die Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht auf das Leben nach der Schule vorbereitet. Mit dem neuen Bildungsplan wird hier gar ein eigenständiges Fach „Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung“ eingeführt, welches die Bedeutung der Orientierung in der Berufswelt verdeutlicht.

Aber es kann nicht bei der Orientierung bleiben – Sie müssen sich entscheiden!
„Bei all den Orientierungsmöglichkeiten, die den Schülerinnen und Schülern geboten werden, ist es unabdingbar, ihre Entscheidungskompetenz zu stärken.“ Darüber sind sich Angela Huber (Amtsleiterin des Staatlichen Schulamts Böblingen), Gabriele Baderschneider (Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit) und Christine Käferle (Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit) einig.

Frau Huber, Frau Baderschneider und Frau Käferle


In Zusammenarbeit der Agentur für Arbeit und dem Staatlichen Schulamt Böblingen ist auf Grundlage dieses Gedankens ein gemeinsames Rahmenpapier entstanden, welches den Schulen und der Agentur für Arbeit als Leitfaden während dieser wichtigen Orientierungs- und Entscheidungsphase dienen soll. „Es ist wichtig, dass die Jugendlichen darin gestärkt werden, sich zu entscheiden und aus den vielen Möglichkeiten, die sich ihnen bieten, die für sie richtige zu wählen und an dieser Entscheidung festzuhalten“, so Angela Huber bei der Vorstellung des gemeinsamen Rahmenpapiers. Gerade Lehrerinnen und Lehrer sind mit der wertvollen Aufgabe betraut, die Jugendlichen auf ihrem Weg von der Berufsorientierung bis zur Berufsentscheidung zu begleiten. Parallel zum Angebot an den Schulen gibt es eine Vielfalt von zusätzlichen Angeboten von Kammern, Verbänden, Firmen und Ehrenamtlichen, die mit der schulischen Seite sinnvoll verknüpft und aufeinander abgestimmt werden sollten.

Gemeinsames Rahmenpapier der Agentur für Arbeit und des Staatlichen Schulamtes Böblingen unterstützt Schulen praktisch.
Am 20. Januar 2016 wurde das Rahmenpapier in einer gemeinsamen Veranstaltung der Agentur für Arbeit und des Staatlichen Schulamts Böblingen an den Schulen im Schulamtsbezirk Böblingen eingeführt. „Mit dem gemeinsamen Rahmenpapier geben wir den Schulen und den Mitarbeitern der Agentur für Arbeit ein strukturiertes Arbeitswerkzeug an die Hand und unterstützen so dabei, die Schülerinnen und Schüler auf ihren Weg zu bringen“ so Gabriele Baderschneider. Christine Käferle fügt hinzu: „Wir geben den Mitar-beitern der Agentur für Arbeit und den Lehrerinnen und Lehrern ein Papier an die Hand, welches sie praktisch in ihrer Arbeit unterstützt.“ Der Leitgedanke der Berufsentscheidung wurde bei der Erarbeitung des Rahmenpapiers in den Mittelpunkt gestellt. Neben berufsorientierenden Maßnahmen wurde der Berufsentscheidung in diesem Papier ein besonderer Stellenwert eingeräumt, denn letztlich ist es die Berufsentscheidung, bei der die Schülerinnen und Schüler unterstützt werden sollen und müssen. (T.R.)

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